Windows 7 Service Pack 1 Beta – alle Details & Download
13. Juli 2010 – 13:55 | Kommentare deaktiviert

Microsoft hat die erste Beta vom Service Pack 1 für Windows 7 zum Testen freigegeben. An die deutschsprachige Beta-Version gelangen Sie allerdings nur mit einem Trick.
Zeitgleich mit der ersten Beta des Service Pack …

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Kostenlose Tools: Spyware erkennen und löschen: Spyware einfach entfernen!

1. September 2008 – 09:43

Zum Aufspüren und Löschen von Spyware aus dem System gibt es spezielle Programme. PC-Online stellt die besten Freeware-Tools vor.

Neben komplexen Programmen zum Schutz der Privatsphäre wie Personal Firewalls, die sämtliche Datenpakete überprüfen, bevor diese ins Internet gesendet werden, gibt es auch spezielle Tools, die sich hauptsächlich dem Erkennen und Beseitigen von Spyware widmen.

Zu den bekanntesten Vertretern gehören Ad-aware und SpyBot Search & Destroy, die wir Ihnen nachfolgend näher bringen.

Die Freeware Spybot Search & Destroy entfernt Spy- und Adware aus Windows-Systemen

Tutorial: Spyware entfernen mit Spybot

Christian Rentrop

Superbösewicht oder Supermarkt?

Auch gilt es nicht mehr, die Welt vor Superbösewichten zu retten, stattdessen sind die Spione selber böse geworden und richten sich gegen jeden, der es wagt, sich im weltweiten Datennetz fortzubewegen. Sie stehlen Daten, überwachen, bespitzeln und verschwenden wertvolle Rechenzeit, alles im Dienste der Werbung.

Die Bezeichnung für die neuen Spione ist zutreffend: Spyware werden sie genannt, was eine Abkürzung für “Spy-Software”, also Spionagesoftware, ist. Sie loszuwerden ist der Zweck von Antispy-Programmen wie Spybot Search & Destroy, dessen Benutzung in diesem Tutorial erklärt wird.

Die Spyware-Theorie

Zuerst jedoch noch ein wenig Theorie: Spyware-Programme gibt es wie Sand am Meer. Sie lauern überall und verbreiten sich am liebsten im Schlepptau von semi-kostenlosen Programmen. Sind sie einmal auf einen Rechner geschleust, überwachen sie gezielt das Surfverhalten eines Users und übermitteln diese an einen Werbedienst. Entsprechende Banner werden dann in der “kostenlosen” Software eingeblendet.

Fast täglich kommen neue Spione auf den Markt. Zwischen den Programmierern der Spyware und den Entwicklern von Antispy-Software ist ein kalter Krieg entbrannt, der ein Wettrüsten auslöst. Selbst wenn man eines Tages den Überblick über die Kommerzspione hätte: Nach zwei Wochen wäre dieses Wissen soviel wert wie ausgespucktes Kaugummi, so schnell läuft die Entwicklung.

Beliebte Software für SpioneZumal die Spyware hauptsächlich in wirklich leistungsfähiger und damit beliebter Software integriert ist. Kazaa oder Bear-Share schleusen gleich eine halbe Armee von Werbespionen auf die Festplatte. Andere Tools tun es ihnen gleich. Und damit auch ja niemand die kleinen Petzer überrumpelt, ist die Funktion der Programme meist an das Vorhandensein der Spyware gebunden.

Auf den folgenden Seiten beschreibt ein schriftliches Tutorial den Vorgang und Sie erhalten nützliche Informationen zu den einzelnen Programm-Funktionen. Auf der letzten Seite wird die Verwendung der erweiterten Optionen, mit all seinen Begriffen, sehr genau erläutert. Und sollte man die Software eines Tages deinstallieren, kann man sicher sein, dass die Spyware nicht entfernt wird. Ist der Rechner bereits seit ein, zwei Jahren im Betrieb, haben sich meist mehrere Dutzend Spyware-Instanzen im System festgesetzt.

Wild onanierend durchs Datennetz

Einmal abgesehen davon, dass sie Daten wild durch die Gegend senden, bremsen sie das System nicht unerheblich. Und spätestens wenn der Rechner ohne ersichtlichen Grund lahmt und trotz weniger Programme vor Auslastung ächzt, ist es Zeit für den Spybot.

Nach dem Download muss die Datei spybotSD13.exe mit einem Doppelklick gestartet werden. Die Installation beginnt, wie man sie aus Windows kennt. Ja, Ja, Weiter, Weiter, OK. Nach der Installation von Spybot S&D erscheint auf dem Desktop ein Icon, womit das Programm gestartet werden kann.

Installation und Konfiguration

Bevor Spybot allerdings irgendetwas tut, will es erst einmal konfiguriert werden. Zuvor weist das Programm den Nutzer aber darauf hin, dass es passieren kann, dass nach der Spyware-Entfernung Programme nicht mehr laufen können. Ein Klick auf OK schließt das Fenster, woraufhin die Einrichtungsroutine startet.

Vorsichtige User können im folgenden Menü eine Sicherung der Registry anlegen. Dieser Schritt sollte übrigens durchgeführt werden, damit Spybot sich genau merken kann, welche Schritte es durchgeführt hat, um sie gegebenenfalls rückgängig zu machen. Nach kurzer Zeit ist die Sicherung gemacht, der User kann auf Nummer sicher gehen und ein Klick auf “Weiter” führt zum nächsten Schritt.

Ohne Update zwecklos

Nun möchte sich Spybot updaten, um auf den neuesten Stand zu kommen. Bei der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit von Spyware ist dieser Schritt sehr zu empfehlen. Spybot selbst ist, obwohl Freeware, natürlich Spyware-frei, muss aber natürlich für die Online-Aktualisierung Kontakt mit dem Server aufnehmen.

Immunize this System ist die nächste Stufe zum Erfolg. Die Option ist eine Art Schluckimpfung für das System und verbietet vielerlei Spyware die Installation auf dem Rechner. Da die Maßnahme keine Nebenwirkungen hat, sollte sie ebenfalls durchgeführt werden. Ist Spybot fertig, zeigt er an, wie vielen Spyware-Instanzen nun der Zugriff verwehrt wird. Damit ist die Ersteinrichtung von Spybot problemlos verlaufen, das Programm ist bereit für seinen ersten Einsatz.

Überprüfung auf Spyware

Ein Klick auf die Schaltfläche Überprüfen startet die Suche nach Malware. Dazu geht Spybot seine Datenbank nach bekannten Spyware-Prozessen durch. Prozesse, die das Programm nicht in seiner Datenbank hat, werden deshalb auch übersehen, womit sich auch der Sinn eines regelmäßigen Updates erschließt.

Die Suche kann je nach Befall mehrere Minuten dauern, ein Fortschrittsbalken zeigt an, wie weit der Rechner bereits ist. Ist die Suche beendet, zeigt Spybot die gefundenen Spyware-Komponenten an. Ebenso einfach gestaltet sich die Entfernung der lästigen Plappermäuler: Ein Häkchen vor den Störenfried, ein Klick auf Markierte Probleme beheben, und der Spuk ist vorbei.

Strenge Wiederholungstäter

Natürlich sollte dieser Vorgang alle paar Wochen wiederholt werden, denn bei jedem Zugriff auf das Internet lauert erneut die Gefahr, sich einen Spion einzufangen. Bis dahin allerdings ist der Rechner erst einmal sauber.

Natürlich schützt Spybot nicht vor Viren und Würmern. Auch eine Firewall kann das Programm nicht ersetzen. Vielmehr sollte das Triumvirat aus Firewall, Antiviren-Software und Spybot den Rechner erst so weit absichern, dass die beliebten und viel zitierten Probleme Virus, Spyware und Hacken keine Chance haben.

Einen Gang hochschalten

Wenn einige Zeit mit Spybot gearbeitet wurde, bietet es sich an, in den erweiterten Modus umzuschalten. Dazu muss in der Datei-Leiste auf Modus -> Erweiterter Modus geklickt werden. Das Programm fragt noch einmal nach, nach Bestätigung erscheinen einige neue Leisten. Eine Unzahl von Optionen erschlägt den User.

Doch keine Panik, so unübersichtlich die Menüführung, so einfach die Einstellungen. Denn alles, was in den Menüs einstellbar ist, ist einfach nur Feintuning für Poweruser. Sollte Spybot also einwandfrei laufen, besser die Finger von den Optionen lassen, in den meisten Fällen hilft der Automatik-Modus weiter. Dennoch im Folgenden eine kleine Führung durch die Einstellmöglichkeiten:

Das Menü “Einstellungen”

  • Sprache: Hier kann die Sprache des Programmes eingestellt werden.
  • Datensätze: Diese Option macht es möglich, gewisse Spyware-Prozesse zu ignorieren. Sinnvoll ist das aber im Normalfall nicht
  • Einstellungen: Die genaue Aufschlüsselung aller Optionen würde hier den Rahmen sprengen. Wichtig sind allerdings die Optionen für den automatischen Start. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass Spybot bei jedem Systemstart nach Spyware scannt und diese dann auch entfernt. So wird der User vom leidigen manuellen Suchen freigesprochen.
  • Verzeichnisse: Spybot erlaubt es, beliebige Ordner anzugeben, die neben dem Windows-Systemverzeichnis auf Spyware geprüft werden können. Der Download-Ordner sollte hier beispielsweise aufgeführt werden, weil von dort aus oft Software installiert wird.
  • Skins: Stellt das Erscheinungsbild von Spybot ein. Für die Funktion nicht weiter wichtig.
  • Scheduler: Erlaubt es, bestimmte Optionen von Spybot im Taskplaner einzubinden.
  • Produkt-Ausnahmen: Möglicherweise muss die ein oder andere Spyware ignoriert werden, damit ein wichtiges Programm läuft. So killt Spybot nicht alles, was sich an Spionen auf der Festplatte befindet.
  • Cookie-Ausnahmen: Identisch mit dem obigen Punkt, hier können Cookies angegeben werden, die nicht gelöscht werden sollen.
  • Dateiende-/Einzel-Ausnahmen: Damit Spybot sich nicht auf normalerweise Spyware-freie, aber um so wertvollere Dokumente stürzt und diese nachher womöglich auch noch löscht.
  • System-Innereien: Hier müssen alle Dateien innerhalb des System-Verzeichnisses eingetragen werden, die nicht auf Spyware untersucht werden sollen.
  • Verwirrt? Keine Sorge, im nächsten Menü wird es wieder etwas weniger funktional. Im Menü Werkzeuge geht es nämlich darum, dem User bei der Optimierung des Systems zu helfen. Sämtliche Werkzeuge können mit einem Häkchen aktiviert werden, ein Klick auf das Icon öffnet das jeweilige Untermenü.
  • Das Menü “Werkzeuge”
    • Bericht anzeigen: Die Option ermöglicht die Anzeige der Ergebnisse sowie eine genaue Einstellung der Informationen, die in der Log-Datei gespeichert werden soll. Zusätzlich lassen sich alte Logfiles einsehen.
    • Fehlerbericht: Über dieses Menü kann ein Fehler im Programm an die Spybot-Entwickler übermittelt werden.
    • Aktenvernichter: Der Aktenvernichter entsorgt alte Dateien auf alle Ewigkeit. Wird nicht für Spyware-Dateien benötigt, das übernimmt Spybot automatisch.
    • Resident: Programme, die automatisch beim Systemstart gestartet werden, nennt man resident, weil sie im Speicher “wohnen”. Auch Spybot kann einziehen und bei der Gelegenheit gleich Systemeinstellungen vor Veränderung schützen und dem Internet-Explorer böse Downloads verbieten.
    • ActiveX: ActiveX ist Microsofts Antwort auf Java, dummerweise nicht sonderlich erfolgreich außer bei Viren-Programmierern. Bösartige Skripte werden von Spybot erkannt und können hier eingesehen werden.
    • BHOs: Spyware versteckt sich gerne als Internet-Explorer-Plugin. Hier kann überprüft werden, welche legitim sind und welche nicht.
    • Browser-Seiten: Hier werden die registrierten Start- und Suchseiten des IE angezeigt. Startet der Webbrowser immer wieder mit der gleichen Porno-Seite, obwohl eine andere Startseite eingestellt ist, ist es vermutlich Spyware. Der Eintrag kann hier gelöscht werden.
    • IE-Spielereien: Der Internet-Explorer kann zusätzlich abgedichtet werden. Entsprechende Optionen gibt es hier.
    • Hosts-Datei: Eine Blacklist für Spyware-Server, sehr hilfreich, um Neuinfektionen zu verhindern.
    • Abo kündigen: Spyware-Unternehmen und Spammer legen Abos für die Nutzer ihrer Software an. Diese können hier gekündigt werden. Aber Achtung: Nur benutzen, wenn bereits Mails oder Cookies dieser Firmen aufgelaufen sind, sonst kommen die Firmen an die Mailadresse.
    • Prozess-Liste: Zeigt wie der Task-Manager alle laufenden Programme an und hilft den Entwicklern bei der Problemlösung, wenn sie einen Fehlerbericht bekommen haben.
    • System-Innereien: Prüft die Registry auf Fehler und falsche Informationen.
    • System-Start: Alle beim Systemstart mitgestarteten Programme können hier eingesehen werden. Auf diese Weise lassen sich Spyware-Prozesse recht schnell identifizieren.
    • Uninstall-Info: Die gleiche Funktionalität wie die “Software”-Option in der Systemsteuerung, schert sich allerdings nicht um irgendwelche ausgeblendeten Einträge.
    • Winsock LSPs: Welche Treiber sind wie installiert? Nicht wichtig für die Funktionalität von Spybot, sondern für den Fall, dass ein Fehler auftritt.

    Auch wenn die Bedienung von Spybot ein wenig unübersichtlich ist, bietet das Programm doch alle Möglichkeiten, um der zunehmenden Spyware-Flut Herr zu werden. Wichtig ist allerdings, das Programm immer auf dem neuesten Stand zu halten, denn genau wie Antiviren-Software wird es sonst nutzlos.

    Rechner? Aber sicher!

    Das dürfte aber kein Problem darstellen, da die Software kostenlos ist und sich auch kostenlos und simpel aktualisieren lässt. Mit Spybot Search & Destroy ist das System dann aber auch gegen Spyware aller Art geschützt.

28.08.2008 Spybot-Search & Destroy Detection Updates 2008-08-27

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